Content Hub - das digitale Zuhause für Markeninhalte

Content Hub - das digitale Zuhause für Markeninhalte

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Der digitale Wandel hat mittlerweile in beinahe jeden Lebens- und Arbeitsbereich Einzug gehalten. Hier ergeben sich große Chancen für das Marketing, und Content-Experten übertreffen sich mit immer neuen Begriffen und Buzzwords. Zeit, sich eingehender mit einem zentralen Konzept zu befassen: dem Content Hub.

Ein Content Hub ist eine zentrale Online Plattform, auf der Unternehmen zu ihren Produkten jede Art von themenverwandten Inhalten veröffentlichen und langfristig bereitstellen, die weit über die Informationen der eigenen Unternehmenswebseite hinausgehen. Ein Content Hub fungiert quasi als digitales Zuhause eines Unternehmens, in dem Besucher Geschichten und News rund um Marke und Produkt finden, erleben sowie bestenfalls teilen und weiterverbreiten – ganz im Sinne der heutigen „Share Economy“. Während die Corporate Website eher Unternehmensdaten wie Portfolio, Referenzen, Historie und Stellenangebote beinhaltet, besteht ein Content Hub primär aus Geschichten, Artikeln und Neuigkeiten in relativ großer Bandbreite. Produkte sind hier geschickt thematisch eingeflochtener Teil von Geschichten und werden somit im Sinne eines Storytellings emotional auf ganz neue Weise ins Blickfeld gerückt. Ziel ist, mit dem Content Hub Besucher bei ihren Interessen während ihrer Online Journey abzuholen, sie tiefer in den eigenen Markenkosmos zu leiten und zu Interaktion und Dialog anzuregen. Der Content Hub wird daher auch als zentraler Bestandteil des Online Marketings gesehen.

Unternehmen brauchen einen Content Hub, um ihre Besucher tief in den Markenkosmos zu ziehen.

Während Inhalte in sozialen Netzwerken je nach Kanal auf vorgegebene Formate beschränkt sind, darf ein Content Hub Inhalte jeder Form und Größe beinhalten. Schon ein simpler Blog kann im Grunde ein Content Hub sein, selbst wenn er nur Texte enthält. Der Hub besteht oft aus einem Mix unterschiedlicher Formate: Artikel, Grafiken, Bildstrecken, Audio-Snippets, Videos und Sharing-Elemente. Inhalte, die der Nutzer bislang auf unterschiedlichen Kanälen und Plattformen suchte, werden im Content Hub zentral zusammengetragen und langfristig bereitgestellt. Der Nutzer bleibt auf einer einzigen Webseite und wird von Inhalt zu Inhalt geleitet. Die Kontrolle, was er sieht und die Möglichkeit, seine Customer Journey zu steuern, liegt beim Betreiber des Hubs.

Neue Ansätze für die visuelle Kommunikation

Ein weiterer Vorteil eines Content Hubs liegt in der Möglichkeit, Inhalte in einer eigenen visuellen Sprache attraktiv darzustellen. Insbesondere große Unternehmen und Konzerne, denen eine festgeschriebene Markenidentität zugeschrieben wird, können mit einer ergänzenden Präsenz das Potential einer innovativen Bildsprache voll ausschöpfen. Ein gutes Beispiel für einen neuen visuellen Ansatz ist der Content Hub des US-Haushaltswarenherstellers Williams Sonoma. Unter „Williams Sonoma Taste“ tauchen die eigentlichen Produkte nur im Hintergrund auf – vorherrschend sind attraktiv aufbereitete Bilder mit Rezepten, die optisch Appetit anregen sollen.

Eigenständiger Kommunikationskanal

Ein Content Hub hat bewusst meist einen eigenständigen Namen, der zunächst nicht mit der „Dachmarke“, sprich: dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden kann. Ein gutes Beispiel ist “Männergrippe” der Klosterfrau Healthcare Group oder G-PULSE, das interaktive Magazin der Firma Gira. Content Hubs können dabei entweder Teil der eigentlichen Unternehmenswebsite sein (Reebok verfährt so mit der „Be more Human Experience“) oder als eigenständige Auftritte im Web existieren. So ist Giras interaktiver Content Hub G-Pulse auf einer eigenen Domain untergebracht. In beiden Fällen profitieren Unternehmen auf vielfältige Weise von ihrem Hub: Neben anderen Vorteilen ist relevanter Content auch ein maßgeblicher SEO-Faktor. Inhaltlich sollte ein Content Hub optimal auf die jeweilige Unternehmensstrategie abgestimmt werden. So kann der Betreiber das Interesse der Hub-Besucher in bestimmten Phasen ihrer Customer Journey wecken, sie zum Dialog anregen und sich ihnen auf der Suche nach Informationen und Entertainment als abgestimmtes Markenumfeld präsentieren. Die parallele Nutzung von Content Hub und Social Media stellt dabei eine logische Strategie dar – die Kanäle werden eng miteinander vernetzt, z.B. in Form von beiderseitig teilbaren Inhalten. Soziale Netzwerke dienen somit als Multiplikator, denn sie erzeugen wertvolle Aufmerksamkeit für den Hub und somit die Dachmarke.

 

Die Vorteile eines Content Hubs auf einen Blick:

  • Einfluss: Steigerung der Markenbekanntheit und Aufbau von Vertrauen in die Marke
  • Positionierung: Begeisterung für spannende Themenfelder ausstrahlen und wecken
  • Reichweite & Engagement: Steigerung der Userbindung und gezielter Dialog mit den Kunden
  • Kontrolle: Maximaler Erfolg durch eigene Steuerung der Inhalte
  • SEO: Verbesserung der organischen Google-Suchergebnisse
  • Insights: Informationen über die Zielgruppe und ihre Interessen
  • Leads: Erschließung neuer Zielgruppen und potentieller Kunden

Fazit

Der Content Hub entwickelt sich zunehmend zur ersten Anlaufstelle für relevanten Content und zum digitalen Zuhause aller unternehmensspezifischen Themen. Er fungiert nicht als bloße Ergänzung oder Ersatz für die Kommunikation in sozialen Netzwerken, sondern als zentraler Bestandteil einer Content Strategie. Wer sich Gedanken über einen Corporate Blog oder ein Digitales Magazin macht, hat die ersten Schritte auf dem Weg zu einem Content Hub bereits getan.

PREVIEW: Lesen Sie im Folgeartikel alles über Tipps und Tricks beim Erstellen eines Content Hubs. Wir informieren Sie gern über die Veröffentlichung, senden Sie uns einfach eine Email an presse@convidera.com.

Hier erfahren Sie mehr über den professionellen Einsatz einer Content Strategie zur Unterstützung von Markenbekanntheit.