Digitale Transformation –
viel Lärm um Wesentliches

Digitale Transformation –
viel Lärm um Wesentliches

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Transformation

Die Digitale Revolution ist nicht aufzuhalten und zwingt Industrieunternehmen zur Anpassung ihrer etablierten Geschäftsprozesse. Doch sind deutsche Unternehmer beim Wandel in das digitale Zeitalter nicht längst ins Hintertreffen geraten?

Zwar schätzt der Großteil deutscher Unternehmer den Einfluss der Digitalisierung auf das eigene Geschäft als überdurchschnittlich hoch ein, doch fehlt in der Regel eine sinnvolle Strategie um die Digitale Transformation im eigenen Unternehmen erfolgreich umzusetzen. Um die notwendigen Maßnahmen ergreifen zu können und für den Umwälzungsprozess gewappnet zu sein, muss die Digitale Transformation allerdings verstanden werden, als das was sie ist – eine tiefgreifende Veränderung aller Lebensbereiche. Wir stellen fest: Vieles von dem, was zum Thema Digitalisierung gesagt wird, ist fragwürdig. Was müssen Entscheider nun wirklich über die Digitale Transformation wissen?

Vernetzte Welt: Die Kommunikation im Wandel

„Es geht zunächst darum, die Netzwerkökonomie des digitalen Zeitalters und deren ökonomische Logik zu begreifen und seine eigenen Geschäftsmodelle, Strukturen und Fähigkeiten an diese umfassend vernetzte Welt anzupassen.“, sagt Convidera.

Digitale Transformation heißt: Aus Monolog wird digitaler Dialog.

Das Verständnis über das Internet der Dinge beginnt gerade erst zu wachsen. Aber die digital vernetzten Menschen sind schon längst Realität und erfordern eine grundlegende Veränderung der gesamten Unternehmenskommunikation.

Altes Kommunikationsmodell – wie alles begann

Im Jahr 2000 war das Kommunikationsmodell zwischen Anbietern und Nachfragern noch überschaubar. Erstere entwickelten Produkte und kommunizierten diese fleißig über die Medien 1.0. Ein Monolog, dem der Zuhörer – in diesem Fall der Kunde – mehr oder weniger ausgeliefert war. Ein direktes Feedback an den Absender der Botschaft war nur sehr begrenzt möglich. Meist wurden im Anschluss an die Kampagnen aufwendige Analysen gefahren, um die Erfolge dieser zu messen. Oft war es dann aber schon zu spät und die Kampagne schrammte haarscharf am Interesse des Kunden vorbei. „Die Messbarkeit in klassischen Kanälen war im Vergleich zur digitalen Welt, in der jeder Klick messbar ist, fast schon im Bereich des Kaffeesatzlesens anzusiedeln.“, so Convidera weiter.

Heute: Jeder kann überall und jederzeit senden und empfangen – wer den Markt und die Bedürfnisse seiner Käufer kennt, trifft die besseren Entscheidungen

In der Gegenwart hat das Internet die Kommunikationsregeln der letzten Jahrzehnte fast vollständig entkräftet. Zwar sind klassische Medien wie TV und Radio nach wie vor wichtige Informationsträger, doch wird dem potenziellen Kunden heute eine neue „Botschaft“ präsentiert, kann er diese via Facebook, Twitter, auf YouTube oder in Bewertungsportalen kommentieren, sie empfehlen oder sogar davor warnen. Auch ein völliges Dessinteresse der Markenbotschaft ist für den Anbieter ein klares Signal, seine Kommunikationsstrategie schnellstmöglich zu verändern.

Digital vernetzte Konsumenten erfordern eine grundlegende Veränderung in der Unternehmenskommunikation.

Die Möglichkeit, Unternehmen in Echtzeit eine Rückmeldung zu geben, besteht entlang der gesamten Wertschöpfungskette – betrifft also Meinungen vom Service über Produkte bis hin zum Unternehmen als Arbeitgeber. Aus dem Monolog mit weitgehend vermuteter Wirkung entsteht ein transparenter und messbarer Dialog. Die dabei produzierte Informationsmenge steigt ins Unermessliche – wenn man sie richtig auswertet ein ungeahnter Schatz.

Unternehmen müssen sich anpassen – market with them, not at them!

Ab diesem Punkt trennt sich nun die Spreu vom Weizen. Spätestens hier sollten sich alle Geschäftsführer die Frage stellen, auf welchem Kommunikationsstand sich ihr Unternehmen derzeit befindet. Kommuniziert es immer noch auf klassischem Wege oder ist es schon in der Gegenwart von Zuhören und Dialogführen angekommen? Ist die Infrastruktur des eigenen Unternehmens bereits an die neuen Kommunikationsgegebenheiten angepasst und falls ja, werden die Unmengen an Informationen, die nun tagtäglich im Netz auftauchen, auch richtig bewertet?

„Unternehmen, die das Wesentliche nicht erfüllen können, gibt es bald nicht mehr! Ganz einfach! Die digital vernetzte Welt ermöglicht eine neue Dimension der Markt- und Kundennähe – in Echtzeit können Millionen von Informationen ausgewertet und individualisiert für Entscheider entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufbereitet werden. Dies ermöglicht es, marktnähere Entscheidungen zu fällen. Notwendig ist dafür der Aufbau einer digitalen Infrastruktur und einer Kultur für das Zuhören und Einbinden von Stakeholdern – aus Wertschöpfungsketten werden interagierende Wertschöpfungsnetzwerke.“