Digitalisierung im Mittelstand - The Time is Now

Digitalisierung im Mittelstand - The Time is Now

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Transformation

Wohin verschieben sich die Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in einer digitalisierten Welt? Die zunehmende Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten und erfordert neue Denkweisen. Erfolgreiche Unternehmen müssen sich künftig völlig neuen Richtgrößen unterwerfen. Die früher eher geschlossenen Strukturen in den Unternehmen wurden bislang als wertvolles, entscheidendes internes Knowhow gegen Öffentlichkeit und Transparenz geschützt – genau diejenigen Werte, die heute in der „Netzwerk Economy“ mitentscheidend für den Produkterfolg sind.

Auswirkungen? Überall.

Die vielfache Zurückhaltung und Angst vor einschneidenden Veränderungen durch den digitalen Wandel ist unbegründet – geht es doch um eine schrittweise Erfassung und Integrierung wertschöpfender Technologien und Prozesse in vorhandene Strukturen. Fest steht: Die neuen Rahmenbedingungen der Netzwerk Economy in einer digitalen Welt ziehen sich durch den gesamten Unternehmensapparat und verändern u.a.

  • die strategische Ausrichtung
  • Mitarbeiterfindungs- und Bindungsmöglichkeiten
  • Kommunikation nach innen und außen
  • Kundenmanagement und Kundenbindung
  • Produkte und Dienstleistungen
  • und nicht zuletzt die Unternehmenskultur und -führung.

 
Der Grad der Innovation beschleunigt sich enorm und Reaktionsgeschwindigkeiten verringern sich. All dies verlangt vom Mittelstand, sich mit diesen Themen zu beschäftigen.

Neues Denken ist gefordert

Die Netzwerkökonomie erlaubt es, Produkte und Leistungen zu virtualisieren. App-Technologie lässt Plattformen entstehen, die die Kundenfindung und -bindung übernehmen. Roboter übernehmen in Form von immer sensibler werdenden Chatbots den 1:1-Dialog und steuern Kaufentscheidungen per Smartphone. Dieser Unterhaltungsansatz hat aus dem Buzzword „Conversational Commerce“ jüngst eine vielversprechende Entwicklung gemacht und lässt sich bereits heute anhand von zahlreichen Erfolgsbeispielen, zum Beispiel im Tourismus, als Erfolgsmodell belegen. Die Kommunikation ist die Schnittstelle zum Kunden, der heute einen offenen und individuellen Dialog erwartet. Weil er weiß, dass er ihn bekommt – schlimmstenfalls bei der Konkurrenz.

In vielen Branchen entsteht ein Kampf um die Datenhoheit und alles was messbar wird, zahlt in die Produkt- und Kundenentwicklung mit ein. Hervorragende Produkte behalten ihren eigentlichen Wert, sind jedoch nicht mehr Ergebnis von interner Strategie und aufwändigen Marktanalysen, sondern ein aus ausgewerteten Datenmengen individualisiertes Paket verschiedener Produkte und Leistungen.
Erst mit smarten Komponenten angereichert und untereinander intelligent vernetzt werden sie künftig den Erwartungen einer zunehmend digitalintegrierten Welt gerecht. Augmented Reality Lösungen an IT-Arbeitsplätzen, das supersmarte Alleskönner-Auto oder Leerlauf-Optimierung durch Roboter-Überwachung sind nur einige Beispiele.

Dadurch entstehen Produkterfolge auch vermehrt unter Einfluss von neuen kooperativen und kollaborativen Ansätzen, da einseitig ausgerichtete Unternehmen mit herkömmlichen Strukturen diese technologische bzw. kommunikative Anreicherung ihrer Produkte nicht alleine leisten können werden.

Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Die hierfür bereits eingesetzten Technologien werden am ehesten von den Menschen verstanden, die damit aufgewachsen sind – bei ihnen ist die Hemmschwelle für Neues generell sehr niedrig und das Verständnis für Netzwerkdenken sehr ausgeprägt. Erfolgsfaktor wird folglich die Auswahl der Mitarbeiter und Partner sein. Unternehmen müssen sich hier Fragen beantworten wie:

  • Wie viele Mitarbeiter, die digital-affin sind, haben die Unternehmen heute in ihren Reihen?
  • Wie viele Führungskräfte, die diese Veränderung verstehen und leiten können, haben die Unternehmen heute in ihren Reihen?
  • Welche Auswirkungen der Netzwerk Economy auf das Unternehmen versteht heute das Management?
  • Welcher Wettbewerbsdruck lastet auf dem Unternehmen in Bezug auf die digitale Veränderung?
  • Wie schnell kann das Unternehmen sich diesen Herausforderungen stellen?
  • Wie viel Agilität ertragen mein Unternehmen und dessen Kultur?

 

Der Erfolgsfaktor Mitarbeiter gewinnt durch Digitalisierung an entscheidender Bedeutung.

Trial and Error

Um die Belegschaft fit für das digitale Zeitalter zu machen, probiert das Management gerne bewährte Ansätze aus, die jedoch in der neuen Arbeitswelt nicht mehr gut anzuwenden sind: Rein interne Lösungen erfordern ein völlig neues Denken in den Köpfen des Managements, ein kritisches Auseinandersetzen mit etablierten Strukturen und Begeisterung von der Idee, all dies aufzubrechen und agile Methoden anstoßen. Mitarbeiter außerhalb des Unternehmens in Digital-Workshops weiterzubilden und dann mit einem gut gefüllten Korb an digitalem Wissen zurückzuholen ist nicht der Königsweg. Die Mitarbeiter werden schnell von etablierten Strukturen, Aufgaben und Prozessen im Unternehmen eingeholt.

Werte anbieten

Viele Unternehmen können die neuen Herausforderung weder aus eigenen Kräften meistern und noch vollständig mit eigenen Mitarbeitern bestreiten. Der Einbezug externer Berater in klassischer Weise greift angesichts der geringen Integration ins eigene Unternehmen nicht mehr. Doch Beratung kann auf ein anderes Level gehoben werden: Sogenannte Inkubator Modelle sind eine tolle Möglichkeit, die heutigen Prozesse zu parallelisieren und schneller ans Ziel zu kommen. Wie das? In einem Umfeld optimaler Bedingungen können gemeinsam neue Ideen vorangetrieben und digitales Knowhow aufgebaut werden – und alle Beteiligten lernen voneinander.

Digitalisierung verlangt eine völlig neue gesellschaftliche, verbraucherfokussierte Unternehmenskultur.

Schleicher Electronic Berlin etwa hat mit den Schleicher Inkubator Zoom Zone Labs („Sizzl“) einen Ort für junge Hardware-Gründer geschaffen, die sich hier mit etablierten Ingenieuren austauschen und gleichzeitig die Produktionskapazitäten des Unternehmens nutzen können. Das Unternehmen wiederum profitiert vom Technologieverständnis der Generation Y.

Hier erfahren Sie mehr über Struktur- und digitale Gestaltungsmodelle innerhalb unserer Beratungs-, Kreativ- und IT-Lösungen. Über unser INKUBATOR Modell ausführliche Details auf unserer Webseite sowie auf Twitter und Facebook.