Influencer Relations –
der richtige Umgang mit Meinungsmachern

Influencer Relations –
der richtige Umgang mit Meinungsmachern

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Transformation

Die Informationsflut macht es Unternehmen heute schwer, ihre Zielgruppen zu erreichen. Sie führt bei vielen Verbrauchern zu selektiver Wahrnehmung und beschränkt sich meist auf vertraute Stimmen - wie die von Influencern. Damit steigt deren Wert für Unternehmen immens. Doch wie geht man mit ihnen um?

Häufig gelten Blogger Relations noch als eine Weiterentwicklung der klassischen PR-Arbeit. Doch gerade dies kann zu fatalen Fehlern in der Kommunikation führen. Unpersönliche Mails oder Pressemitteilungen an Blogger zu senden stellt sich als genauso sinnlos heraus wie darauf zu warten, dass diese darüber berichten. Wer seine Zielgruppe erreichen möchte, benötigt eine durchdachte Influencer Relations-Strategie.

Influencer – warum so wichtig für eine Marke?

Die Integration von Meinungsmachern in die Marketingstrategie kann den langfristigen Unternehmenserfolg steigern: Sie hilft dabei, nicht nur eine, sondern die richtige Story zu erzählen und sie glaubwürdig und mit Aussicht auf hohe Reichweite zu kommunizieren. Menschen werden zu Influencern, indem sie aus Leidenschaft für ein bestimmtes Thema über einen gewissen Zeitraum relevanten und spannenden Content authentisch kommunizieren und sich als einflussreiche Meinungsführer etablieren, deren Empfehlungen eine Vielzahl von Konsumenten vertraut. Ihnen gelingt eine wesentlich stärkere Content Performance als den Unternehmen selbst, da sie darauf spezialisiert sind, die Bedürfnisse einzelner Kundengruppen zu teilen. Zudem haben sie einen viel größeren Einfluss auf relevante Zielgruppen. Viele gute Gründe also, die Arbeit von Bloggern, YouTubern und Instagramern wertzuschätzen und eine Beziehung auf Augenhöhe mit ihnen aufzubauen.

Vertrauen und Wertschätzung: wichtigste Bestandteile

Bei der Zusammenarbeit mit Influencern liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, einen echten Mehrwert zu erschaffen: Influencer sind genau wie ihre Follower an einem Engagement interessiert, welches Nutzen, Wissen oder Inspiration bringt. Unternehmen tun also gut daran, ihren Unterstützern etwas zu bieten: Ob Workshop, Event oder Produkttest – fast die Hälfte der Arbeit mit Influencern ist bezahlt. Darunter fallen nicht nur die Aufwandsentschädigungen für die Kreation von Inhalten, sondern ebenso Testprodukte oder die Erstattung von Kosten für Reisen zu persönlichen Interviews oder (eigenen) Veranstaltungen. Ebenso wichtig zu wissen: Professionelle Blogger bestehen auf die Kennzeichnung bezahlter Beiträge. Das sollte man akzeptieren.

Im Umgang mit Influencern steht der aktive Aufbau nachhaltiger Beziehungen im Fokus.

Wer bereits erste Erfahrungen mit Influencern gesammelt hat, weiß um die Wichtigkeit solch vermeintlich kleiner Details. Grundsätzlich gilt es, den Eindruck zu vermeiden, dass der eigene Einfluss „gekauft“ ist – hier ist Misserfolg vorprogrammiert. Stellt man es hingegen richtig an, bietet die gekonnte Handhabung von Influencer Relations einen nicht zu unterschätzenden Return on Invest.

Best Practice: Influencer Marketing gelungen

Madewell, ein internationaler Online-Shop für Fashion, arbeitete im Rahmen des Jubiläums der Produktkategorie „Taschen“ beispielsweise gleich mit fünf Fashion-Influencern zusammen. Und dies sehr erfolgreich, denn alle fünf Blogger posteten gleich mehrere Fotos des begehrten Produkts. Jeder von ihnen erreichte damit einige tausend Follower. Insgesamt überstieg die Reichweite der Kampagne die Millionen-Grenze. Die Strategie von Madewell beinhaltet außerdem das Reposten von Nutzer-Inhalten in ihrem Instagram-Profil und im Corporate-Blog. Diese Cross Promotion Strategie eignet sich perfekt für die Arbeit mit Influencern, da beide Seiten vom Reichweiten-Gewinn profitieren können. Doch Vorsicht: Reichweite allein stellt für Influencer keinen Mehrwert da.

Messbarer Einfluss

Für die Messung des Einflusses eines Meinungsmachers eignen sich leicht zu erfassende Kriterien wie die Follower-Zahl oder das Engagement seiner Community. Doch auch der Brand Fit ist von entscheidender Bedeutung: Für die erfolgreiche Bewerbung von Marken sollte das Produkt gut zum jeweiligen Unterstützer und dessen Kanal passen und seiner Überzeugung entsprechen. Auf diese Weise können auch kleinere Kanäle viel Engagement erzeugen. Eine hohe Followerschaft zeugt von guter Kenntnis der Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen. Influencer hören genau auf die Stimmungen im Netz und erkennen schnell das relevante Sentiment, also die emotionale Einstellung der Konsumenten zu einem Produkt oder einer Marke.

Listening – hören was Konsumenten äußern

Wie sich Ihre Marke bei einer Zielgruppe anfühlt – also was darüber gesprochen und geschrieben wird – beschreibt das sogenannte Brand Sentiment. Hierauf sollten Unternehmen unbedingt hören: Listening und Monitoring haben sich als hochrelevante Pflichtkür für erfolgreiches Marketing erwiesen. Auch wir bei Convidera nutzen intensives, Software-basiertes Listening als essentiellen Bestandteil unserer Projekte für Kunden: Indem wir für sie Stimmungen und Interessen aus der großen Datenmenge im Netz sammeln und auswerten, können wir ihre Marketingstrategie gezielt ausrichten, Kampagnen optimal steuern und Entwicklungen durch authentische Interaktionen mit Kundengruppen aktiv beeinflussen.

Influencer Relations: 5 Tipps für den Erfolg

Für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit YouTubern, Bloggern und Instagramern unsere wichtigsten Tipps:

  • Im Umgang mit Influencern steht der aktive Aufbau nachhaltiger Beziehungen im Fokus. Setzen Sie auf eine individuelle Ansprache und betrachten Sie sie als Partner, dem Sie ihnen einen echten Mehrwert bieten.
  • Bei der Wahl des richtigen Unterstützers zählt nicht nur dessen Reichweite, sondern auch sein Brand Fit: Seine Persönlichkeit muss zur Ihrer Marke und zum Produkt passen und umgekehrt.
  • Vergessen Sie nie den Einfluss von Authentizität. Idealerweise ist der Influencer schon vor Ihrem Angebot vom Produkt überzeugt und gibt somit eine ehrliche Empfehlung ab. Gekaufte Authentizität ist hier fehlplatziert.
  • Der Grad zwischen Influencer Marketing und Schleichwerbung ist sehr schmal. Grundsätzlich gilt: Die Bewerbung einer Marke durch einen Meinungsmacher – gegen ein Testprodukt, Geld oder eine sonstige Gegenleistung – muss für den Konsumenten gut erkennbar sein. Der Vermerk „Sponsored“ reicht als Kennzeichnung nicht aus.
  • Um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, sollte das werbetreibende Unternehmen konkrete Vorgaben vertraglich festlegen. Die rechtliche Klarheit ist im Interesse beider Seiten.

Erfolgreiches Influencer Marketing ist folglich sehr komplex. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wenn Sie weitere Insights in die richtige Strategie benötigen, kontaktieren Sie uns gern.

Weitere Informationen finden Sie hier.