Virtual Reality im modernen Marketing
Vielversprechende Technologie setzt auf emotionale Kundenansprache

Virtual Reality im modernen Marketing
Vielversprechende Technologie setzt auf emotionale Kundenansprache

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Transformation

Es ist zunehmend eine Welt in Bildern, in der wir leben. Die Macht der emotionalen Erfahrung hat zur Folge, dass Marken ihre Botschaften immer visueller transportieren. Jetzt wird diese Erfahrung zum Erlebnis und lässt Menschen in Produktwelten eintauchen: Virtual Reality - die computergenerierte Simulation einer realistischen Umgebung - findet endlich ihren Weg aus dem VIP-Gelände der Gamer und Nerds in die Welt der Otto Normalverbraucher.

 

Emotionaler Verstärker für Glaubwürdigkeit

Kunden erwarten zunehmend einen Mehrwert an Service, Kaufentscheidungen werden immer emotionaler. Die Autoindustrie macht sich diese Entwicklung zunutze und zeigt, wie sie durch geschicktes Einbauen von VR-Technologie in ihr Content Marketing potentielle Käufer schon bei der Entscheidungsfindung optimal involviert und so emotional bindet. So begeistern Hersteller ihre Kunden mit virtueller Fahrerlebnis-Simulation in Echtzeit noch vor Marktlaunch und bieten Car-Konfiguratoren zum individuellen Mitgestalten des Fahrzeugs an. In Zeiten der unbegrenzten Informationsbeschaffung kann ein derartig realitätsnaher Einblick die Investitionsentscheidungen erheblich erleichtern und somit beschleunigen. Das realistische Erleben eines Produktes schon in der Planungsphase generiert beim Kunden frühzeitig Glaubhaftigkeit und Vertrauen in die Marke. Genau darauf setzt VR oder immersives Marketing: das „Eintauchen“ in Produkt- und Markenwelten. Oftmals als störend oder irrelevant empfundene Werbebotschaften fusionieren mit dem positiven Erlebnis, sind also einfacher platzierbar. Beim VR Marketing geht es somit nicht unbedingt um die völlige Ausblendung der Wirklichkeit als vielmehr um einen emotionalen Wissenstransfer durch realistische Erlebniswelten.

Zusammenspiel von Technologie, Content und Storytelling

Die Performance der heute erhältlichen Software samt Grafikleistung wird immer ausgereifter, 360° Rotation um den eigenen Körper ist längst möglich. An einer besseren Sensorik, die via Gestensteuerung für eine ausgeklügelte Interaktion sorgt, wird engagiert gearbeitet.

VR Marketing ist emotionaler Wissenstransfer durch realistische Erlebniswelten.

Fortgeschrittene Interaktion geht über einfache Immersion hinaus und bietet dem Nutzer die Mitgestaltung einer eigenen Welt: Er kann durch eigene Bewegungen mit den Händen Gegenstände anordnen, die Wirkung von verschiedenen Designs erleben, Produkte aus jeglichen Perspektiven rotieren lassen oder sich auf einen Kurztrip an einen Ort seiner Wahl begeben. Marketer sind hier gefordert, für das perfekte Zusammenspiel von Technologie und Story kreative Inhalte im Rahmen ihrer Content Strategie für virtuelle Formate professionell aufzubereiten.

Success Stories – so nutzen IKEA und co. VR für ihr Marketing

Die Einsatzmöglichkeiten von Virtual Reality im Marketing scheinen unbegrenzt: Als weltweit erstes Unternehmen hat der Möbelgigant IKEA seine Produkte mit VR Technologie virtuell und interaktiv erlebbar gemacht: In Verkaufsflächen integrierte Showrooms laden Kunden ein, mit spielend leicht bedienbaren VR-Brillen in Produkt-Szenarien einzutauchen und sich ihr persönliches Interior Design im heimischen Wohnzimmer inklusive IKEA-Branding selbst zu gestalten.

Kunde als Inneneinrichter: Produktwelten virtuell gestalten ist heute möglich.

Kunde als Inneneinrichter: Produktwelten virtuell gestalten ist heute möglich.

Location-unabhängige, mit zusätzlichen Features ausgestattete, virtuelle Popup Stores machen Einkaufen noch flexibler und das Markenerlebnis quasi jederzeit zugänglich. Unter Besuchermangel leidende Museen können den einseitige Konsum von relevanten Informationen durch computergenerierte, fotorealistische 3D-Welten ergänzen und historische Geschichten und Protagonisten allein durch Gestensteuerung hautnah und virtuell erlebbar machen. Institutionen werden auf diese Weise zugänglicher, vermeintliche Hürden wie mangelnde emotionale Einbindung lösen sich auf. Gleichermaßen werden es erklärungsbedürftige Produkte in einer VR-Zukunft leichter haben: Erlebbare Informationsangebote haben das Potential, die Hürden des kognitiven Informationskonsums weitestgehend zu eliminieren.

Bei #VR bleibt der Mensch im Mittelpunkt. Er muss virtuellen Welten steuern & kuratieren können.

Womöglich liegt auch die Zukunft des Lernens in genau diesen virtuellen und dennoch realistischen Welten: Bereits jetzt sitzt der erste deutsche Verband für Virtual Reality EDFVR mit einem Expertenteam an der Weiterentwicklung von bereits erfolgreich erprobten virtuellen Lerninhalten. Man darf zudem gespannt sein, wie das Thema auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse angenommen wird. Hier können Besucher gleich in mehreren Aktionen auf Tuchfühlung gehen: Neben dem Einsatz von VR in Museen werden virtuelle Erlebnisbereiche und Buchwelten als dreidimensionale Räume präsentiert.

Leitthema auf Kongressen und Messen

#VR hat spätestens 2016 seinen Platz unter den Top Themen der Digitalkonferenzen und Tech-Messen erobert. Es entstehen immer mehr Veranstaltungen mit einem VR-Schwerpunkt wie beispielsweise die re:publica oder die Digility in Köln. VR-Events erfahren in jüngster Zeit rasanten Zulauf von interessierten Konsumenten und Unternehmern. Handelskammern starten Initiativen und holen Firmen, Vorreiter und Experten an einen Tisch. Konzerne wie Bayer nutzen VR für ihr Employer Branding und bieten jungen Berufsanwärtern auf Recruiting Messen eine Career Experience in 360° Videos. Alles jetzt.

Nicht nur auf der diesjährigen Digility ein heiß diskutiertes Thema: Virtual Reality

Nicht nur auf der diesjährigen Digility ein heiß diskutiertes Thema: Virtual Reality

Alle Zeichen stehen auf Virtual Reality

Startups sprießen aus dem Boden – sie haben die Zeichen der Zeit erkannt. Im Agenturumfeld spezialisieren sich die First Mover auf VR-Content, um möglichst früh mit an Bord zu gehen. Einer der Protagonisten in Deutschland und Vorsitzender des EDFVR, Arne Ludwig, verfolgt gemeinsam mit seinem Verband das Ziel, sich mit VR-Enthusiasten, Experten aus Wirtschaft und Forschung sowie Anbietern von entsprechenden Technologien und Inhalten auszutauschen, Kooperationen ins Leben zu rufen und das Thema Virtual Reality in Deutschland mitzugestalten und voranzutreiben: „VR ist nun endlich in den Köpfen der Gesellschaft angekommen und das Potential vielerorts erkannt. Wir erleben eine steigende Nachfrage seitens der Unternehmen, die mit Anbietern Kontakt aufnehmen und Unterstützung im VR-Marketing brauchen.“ Als Filmproduzent weiß er, dass kreative Contentformate den Menschen in den Mittelpunkt setzen müssen: „Bei all der großartigen Technologie bleibt der Mensch im Mittelpunkt. Er muss seine virtuellen Welten steuern und kuratieren können.“

Fazit: Veränderung als Chance nutzen

Die emotionale Einbindung in virtuelle, beliebig gestaltbare Welten ermöglicht eine nie dagewesene Nähe zum Produkt und könnte als höchstes Marketing-Gut vollkommener kaum sein. Doch um die Anwendungsbreite von Virtual Reality im eigenen Marketing zu eruieren, braucht es Offenheit für den digitalen Wandel und die Ausrichtung der eigenen Unternehmensprozesse hierauf. Nur wenn Unternehmen die Erwartungen der digitalen Konsumgesellschaft, die verbesserten Technologien und Content Ideen der Kreativwelt als Chancen erkennen und konsequent in die eigenen digitalen Kompetenzen investieren, werden sie in Zukunft bestehen.
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